Ursache vor Lösung
Bevor gegraben wird, klären wir, woher das Wasser kommt: Dachflächen ohne Ableitung, verdichteter oder bindiger Boden, Hanglage, defekte Leitungen oder falsches Gefälle. Erst danach steht fest, ob Ringdrainage, Rigole, Flächenentwässerung oder eine Höhenkorrektur die richtige Maßnahme ist.
Ringdrainage am Gebäude
Rund um das Gebäude wird auf Höhe des Fundaments ein Drainagestrang mit Gefälle, Kies- oder Sickerpackung und Filtervlies eingebaut, mit Kontroll- und Revisionsmöglichkeit. Das Vlies verhindert, dass Feinanteile die Packung dauerhaft zusetzen.
Rigolen, Sickerpackungen und Flächenentwässerung
Wo kein Anschluss möglich ist, wird Niederschlagswasser auf dem Grundstück versickert: Rigole, Sickerschacht oder Sickerpackung, dimensioniert nach Anschlussfläche und Durchlässigkeit des Bodens. Auf Hof- und Wegeflächen ergänzen Rinnen und Abläufe die Ableitung.
Anschluss, Ableitung und Nachweise
Ob Versickerung, Anschluss an eine Regenwasserleitung oder Ableitung in einen Vorfluter zulässig ist, hängt von den örtlichen Vorgaben ab. Wir sprechen die Variante vorab ab und dokumentieren die eingebauten Leitungslagen vor dem Verfüllen.
Kosten einer Drainage: was den Aufwand treibt
Die Kosten einer Drainage entstehen überwiegend im Erdbau, nicht am Rohr. Maßgeblich sind Länge und Tiefe der Strecke, die Bodenart, die Größe der angeschlossenen Dach- und Hofflächen, die Art der zulässigen Ableitung und die Zugänglichkeit für die Maschine. Führt der Graben durch Pflaster- oder Rasenflächen, kommt die Wiederherstellung der Oberfläche hinzu. Wir prüfen die Situation vor Ort und weisen die Positionen einzeln aus, statt pauschale Meterpreise zu nennen.