Absteckung, Maß und Höhenlage
Vor dem ersten Stich stehen Absteckung und Höhenbezug. Grundfläche, notwendiger Arbeitsraum neben dem Bauwerk und die Aushubtiefe werden festgelegt, damit später weder nachgearbeitet noch unnötig Material bewegt werden muss. Den Höhenbezug halten wir während der gesamten Arbeit nach.
Böschung, Arbeitsraum und Standsicherheit
Wie steil eine Grubenwand stehen bleiben darf, hängt von Bodenart und Tiefe ab. Wo der Platz für eine geböschte Grube fehlt, ist ein Verbau erforderlich – das klären wir vor der Ausführung, nicht auf halbem Weg. Randbereiche halten wir von Aushublagerung frei, damit die Böschung nicht zusätzlich belastet wird.
Wasser in der Grube
Schicht- und Niederschlagswasser sammeln sich in jeder offenen Grube. Wir legen vorab fest, wie das Wasser gefasst und abgeleitet wird, damit die Sohle nicht aufweicht und tragfähig bleibt. Auf bindigen Böden ist das der häufigste Grund, warum eine Grube nachgearbeitet werden muss.
Sohle, Planum und Übergabe
Die Sohle wird abgezogen, auf Höhe geprüft und verdichtet, sodass das folgende Gewerk unmittelbar aufbauen kann. Zufahrt und Kranstellfläche stimmen wir mit ab. Weicht der vorgefundene Boden von der Annahme ab, melden wir das sofort zurück – mit Vorschlag, was daraus folgt.
Kosten beim Baugrubenaushub
Beim Aushub bestimmen drei Größen den Aufwand: die Kubatur, die Bodenart und der Umgang mit dem Material. Ein Boden, der wiederverwendet oder auf dem Grundstück umgelagert werden kann, ist deutlich günstiger als Material, das deklariert, verladen und entsorgt werden muss. Dazu kommen Böschung oder Verbau, Wasserhaltung, Zugänglichkeit für Maschine und Lkw sowie die Anfahrt. Wir nennen deshalb keinen Kubikmeterpauschalpreis vorab, sondern kalkulieren nach Aufnahme der Situation.