Wann Asphalt sinnvoller ist als Pflaster
Asphalt spielt seine Stärken auf größeren, zusammenhängenden Flächen aus: Er ist fugenlos, unkrautarm, gut zu reinigen und im Winter einfach zu räumen. Bei kleinen, stark verwinkelten Flächen mit vielen Anschlüssen und Schächten ist Pflaster oft wirtschaftlicher, weil weniger Handarbeit an den Rändern anfällt. Wir sagen offen, welche Bauweise zu Ihrer Fläche passt.
Unterbau entscheidet über die Lebensdauer
Der Asphalt selbst ist die dünnste Schicht des Aufbaus. Tragfähigkeit kommt aus Frostschutz- und Tragschicht, die wir nach Untergrund und späterer Belastung festlegen und lagenweise verdichten. Auf weichem, bindigem Boden gehört ein Bodenaustausch dazu, sonst zeichnen sich Verformungen später in der Decke ab.
Ränder, Höhen und Anschlüsse
Asphalt braucht eine feste Kante: Bord-, Rand- oder Tiefborde mit Rückenstütze verhindern, dass der Rand ausbricht. Der Anschluss an Straße, Garagentor, Rinnen und Schachtdeckel wird vorher eingemessen, damit Wasser von Gebäude und öffentlichem Grund weggeführt wird.
Ablauf und Nutzbarkeit
Aufnahme des Altbelags, Aushub, Unterbau, Einfassung, dann der Asphalteinbau in einem Zug. Wir stimmen den Einbautag vorab ab, weil die Fläche in dieser Zeit nicht befahren werden kann. Nach dem Abkühlen ist sie in der Regel kurzfristig wieder nutzbar; schwere Lasten und Punktbelastungen sollten in den ersten Wochen vermieden werden.
Kosten: was den Aufwand tatsächlich bestimmt
Pauschale Quadratmeterpreise wären hier unseriös. Den Preis bestimmen Fläche und Zuschnitt, der vorhandene Untergrund und die Aushubtiefe, die Menge an Randeinfassung, der Aufwand für Entwässerung und Höhenanschlüsse sowie Abtransport und Entsorgung von Altbelag und Aushub. Kleine Flächen sind pro Quadratmeter teurer, weil An- und Abfahrt, Einbautechnik und Randarbeiten unabhängig von der Größe anfallen. Nach der Besichtigung erhalten Sie ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen.
„Einfahrt teeren“ – der Begriff und was tatsächlich eingebaut wird
Umgangssprachlich ist vom Teeren der Einfahrt die Rede, gebaut wird jedoch mit Asphalt: Mineralstoffe, gebunden mit Bitumen. Teer wird im Straßenbau seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt. Wer eine Einfahrt teeren lassen möchte, meint also den Asphalteinbau – Trag- und Deckschicht auf einem verdichteten Unterbau. Auch das Ausgießen von Rissen oder das Aufbringen einer bituminösen Schlämme, die manchmal als „Teeren“ angeboten wird, ersetzt keinen Aufbau: ohne tragfähigen Unterbau kommt der Schaden zurück.