Was ist eine Suchschachtung?
Eine Suchschachtung ist eine punktuelle Aufgrabung, mit der die genaue Lage und Tiefe einer vorhandenen Leitung festgestellt und bestätigt wird. Sie wird gezielt an einer Stelle hergestellt, an der Bestandsunterlagen oder Ortung keine gesicherte Aussage liefern, und ersetzt damit das Graben auf Vermutung.
Was ist ein Kopfloch im Tiefbau?
Ein Kopfloch ist eine kleine, begrenzte Baugrube an einer bereits bekannten Arbeitsstelle – etwa an einem Kreuzungspunkt, an einer Anbindung oder als Start- und Zielgrube für ein grabenloses Verfahren. Anders als die Suchschachtung dient es nicht dem Suchen, sondern dem Zugang zur Leitung.
Wann wird eine Suchschachtung benötigt?
Vor Erd- und Leitungsarbeiten in einem Bereich mit vorhandener Infrastruktur, wenn die Lage der Leitung nicht gesichert ist: bei unklaren oder alten Bestandsplänen, vor Bohr- und Pressverfahren, vor Fundamenten und Baugruben in Trassennähe oder wenn ein Leitungsbetreiber den Nachweis der Lage vor Beginn der Arbeiten verlangt.
Wie werden vorhandene Leitungen freigelegt?
Zuerst werden die Bestandsunterlagen der Leitungsbetreiber eingeholt und ausgewertet. Der Oberbau und die oberen Bodenschichten werden maschinell abgetragen; im möglichen Leitungsbereich wird von Hand weitergearbeitet, bis die Leitung sichtbar ist. Lage und Tiefe werden dokumentiert, danach wird lagenweise verfüllt und die Oberfläche geschlossen.
Wer führt Suchschachtungen in Kassel aus?
Sommer Service führt Suchschachtungen und Kopflöcher in Kassel und Nordhessen aus – einzeln oder als Serie entlang einer Trasse, einschließlich Verkehrssicherung und Wiederherstellung der Oberfläche. Auftraggeber sind Netzbetreiber, Versorger, Elektrofachbetriebe, Generalunternehmer und Kommunen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Suchschachtung und einem Kopfloch?
Beide sind punktuelle Aufgrabungen, verfolgen aber verschiedene Zwecke. Eine Suchschachtung dient dem Auffinden und Bestätigen einer Leitung, deren genaue Lage noch nicht gesichert ist. Ein Kopfloch wird an einer bereits bekannten Stelle hergestellt, an der gearbeitet werden soll – etwa an einem Kreuzungspunkt, an einer Anbindung oder als Start- und Zielgrube für ein grabenloses Verfahren.
Wann wird von Hand geschachtet und wann mit dem Bagger?
Der Oberboden und die oberen Schichten werden in der Regel maschinell abgetragen. Sobald der Bereich erreicht ist, in dem eine Leitung liegen kann, wird von Hand weitergearbeitet. Welcher Abstand dabei gilt, gibt der jeweilige Leitungsbetreiber vor – wir richten uns nach seiner Auskunft und den eingeholten Bestandsunterlagen und legen die Grenze im Zweifel großzügiger, nicht enger.
Stellen Sie die Oberfläche nach der Suchschachtung wieder her?
Ja, und das ist der eigentliche Punkt: Die Aufgrabung wird lagenweise verfüllt und verdichtet, der Aufbau wiederhergestellt und die Decke geschlossen – bei Asphalt, Pflaster und Schotterflächen gleichermaßen. Auftraggeber müssen dafür keinen zweiten Betrieb beauftragen und keine zweite Anfahrt koordinieren.
Übernehmen Sie auch Serien mit vielen einzelnen Aufschlüssen?
Ja. Mehrere Punkte entlang einer Trasse oder über ein Netzgebiet verteilt arbeiten wir gebündelt ab. Das ist der wirtschaftlich sinnvolle Fall: Anfahrt, Verkehrssicherung und Gerätevorhaltung verteilen sich auf mehrere Aufschlüsse statt auf einen einzelnen. Umfang, Reihenfolge und Zeitfenster stimmen wir vorher ab.
Was kostet eine Suchschachtung?
Eine pauschale Angabe wäre unseriös, weil der Aufwand stark schwankt. Maßgeblich sind Tiefe und Bodenverhältnisse, der Anteil der Handschachtung, die Oberfläche über der Aufgrabung, die notwendige Verkehrssicherung und die Frage, ob ein einzelner Punkt oder eine Serie ausgeführt wird. Nach Aufnahme der Stelle legen wir die Positionen einzeln aus.